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Friedrich Fröbels Pädagogik Ansatz ist wahrscheinlich das unbekannteste unter den reformpädagogischen Konzepten. Dabei gaben weltberühmte Architekten und Maler wie Walter Gropius oder Paul Klee an, in ihrer Arbeit von den Spielsachen von Fröbel beeinflusst bzw. inspiriert worden zu sein. Grund genug also, sich dieses Pädagogik Konzept einmal näher anzusehen! Alle, die mehr über Fröbel Spielzeug erfahren möchten, hier eine kleine Übersicht:

Das Beeindruckendste an Fröbels Pädagogik ist ihr Alter. Friedrich Fröbel wurde 1781 in Thüringen geboren und verstarb im Jahr 1852. Seine Ideen und Theorien sind damit mehr als 200 Jahre alt! Umso bemerkenswerter, dass sie bis heute gültig sind und scheinbar nichts an ihrer Aktualität eingebüßt haben.

Friedrich Fröbel: Ein Revoluzzer in der frühkindlichen Förderung

Das Pädagogik-Konzept von Friedrich Fröbel ist heute weltweit bekannt und wird in vielen Ländern der Erde praktiziert. Er war der Erste seiner Zeit, der die Kindheit als einen für Bildung und Erziehung besonders wichtigen Abschnitt im Leben eines Menschen erkannt hat. Haben sich Menschen seiner Zeit kaum um die Förderung von Kleinkindern und Babies gekümmert, erkannte er, dass vor allem in dieser Lebensphase sehr viel Potenzial steckt. Diese Erkenntnis war um das Jahr 1800 herum geradezu revolutionär!

Spielen als Weg, die Welt zu begreifen

Vor diesem Hintergrund ist es daher nur logisch, dass das Spiel in Fröbels Pädagogik eine sehr wichtige Bedeutung hat. Auch diese Denkweise war zu seiner Zeit völlig neuartig, denn Spiel hatte für die Menschen damals keinerlei Wert und spielte in der Erziehung keine Rolle. Fröbel dagegen vertrat die Auffassung, dass das Kind im Spiel die Welt mit all ihren Regeln und Gesetzmäßigkeiten begreift und daher wichtig für seine Entwicklung sei. Kinder drücken sich im Spiel aus und finden zu sich selbst.

Fröbel Baukasten
Baukasten von Grimms, inspiriert von Fröbel

Fröbel Spielzeug, das berühmte Architekten und Maler inspirierte

Fröbel war jedoch nicht nur ein Theoretiker, der pädagogische Texte verfasst und Konzepte erstellt hat. Er war auch ein Praktiker, der Spielsachen designt, produziert und deren Einsatz didaktisch untermauert hat. So hat Fröbel seine sogenannten „Spielgaben“ entwickelt. Sie bestehen im Wesentlichen aus den Grundformen Kugel, Walze und Würfel. Je nach Alter spielen Kinder mit unzerteilten Formen wie Ball oder Bausteinen, im Laufe der Zeit werden die Formen komplexer und lassen sich zerteilen in kleinere Bausteine und Legeplättchen. Ziel der Fröbel-Pädagogik ist, dass Kinder über die Spielgaben die Welt in ihren Gesetzmäßigkeiten erfahren und dadurch lernen. Weltberühmte Architekten wie Frank Lloyd Wright, Le Corbusier oder Walter Gropius gaben an, durch Fröbel beeinflusst worden zu sein. Auch Künstler wie Paul Klee, Wassily Kandinsky oder der Designer Charles Eames sollen durch Fröbel inspiriert worden sein.

Selbstfindung über das Spiel: Heute wichtiger denn je

Fröbel war davon überzeugt, dass Kinder sich vor allem dann weiterentwickeln, wenn sie selbst etwas tun. Und die natürliche Tätigkeit eines Kindes ist das Spiel. Damit ist Fröbels Pädagogik auch heute noch topaktuell, denn Wissenschaftler sind sich einig, dass Kinder lernen indem sie spielen. Aber auch die Fähigkeit zum Spiel muss sich entwickeln. Dazu müssen Kinder Zeit, Raum und geeignetes Spiel-Material haben. Gerade in unserer modernen Zeit, die geprägt ist von digitalen Medien, die wenig aktive Interaktion erlauben, sind Spiele wichtig. Und egal ob Montessori, Waldorf oder Fröbel, allen reformpädagogischen Konzepten ist gemein, dass sie sehr viel Raum für die eigenen Ideen des Kindes lassen. So ist es vor allem räumliches Denkvermögen, Kreativität und das Verständnis physikalischer Gesetze, die unsere Kleinen bei Fröbel lernen. Als Gegenkonzept zu modernen Spielsachen, die hier auch nicht verteufelt werden sollen, ist das doch eine sehr empfehlenswerte Ergänzung.

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